Restaurant-Website im Wallis: was sie wirklich braucht
2. September 2026 · 3 min
Ein Restaurant in Brig, Visp oder Zermatt braucht keine spektakuläre Website. Es braucht eine Website, die in weniger als zehn Sekunden die drei Fragen beantwortet, die alle auf dem Handy stellen: Was gibt es zu essen, wann ist offen und wie reserviert man? Alles andere ist zweitrangig — und oft genau das, wofür das Geld ausgegeben wird.
Die drei Fragen, die die Website zuerst beantworten muss
- Was gibt es zu essen. Die Speisekarte als Text, nicht als PDF oder Bild. Text ist auf jedem Bildschirm lesbar, Google indexiert ihn, und der Gast findet «Fondue» oder «vegetarisch» mit einer Suche. Mit Preisen: Wer den Preis versteckt, gewinnt keine Gäste, sondern verliert Reservationen.
- Wann ist offen. Öffnungszeiten ganz oben, inklusive saisonaler Ausnahmen: Betriebsferien, Ruhetag, Winterzeiten. Eine falsche Öffnungszeit auf der Website kostet mehr als gar keine Website.
- Wie reserviert man. Ein Telefon-Button, ein WhatsApp-Button und, falls Sie ein Reservationssystem nutzen, der direkte Link. Auf dem Handy muss der Anruf-Button ohne Scrollen sichtbar sein.
Echte Fotos, wenige und gute
Fünf echte Fotos — der Gastraum, zwei Gerichte, die Terrasse, das Team — sind mehr wert als dreissig Stockbilder. Wer ein Restaurant sucht, will wissen, wie dieser Ort aussieht, nicht wie ein beliebiges Restaurant aussieht. Wenn Sie keine Fotos haben, lohnt sich ein zweistündiges Shooting, bevor Sie einen Franken in die Website investieren.
Mehrere Sprachen, ohne zu übertreiben
Im Oberwallis sprechen die Gäste Deutsch; im Sommer und im Winter kommen Französisch-, Italienisch- und Englischsprachige dazu. Eine Restaurant-Website braucht keine fünf vollständigen Sprachversionen: Sie braucht die Speisekarte und die praktischen Informationen auf Deutsch und Englisch — und auf Französisch, wenn Ihr Betrieb nahe an der Sprachgrenze liegt. Der Rest — die Geschichte des Hauses, die Neuigkeiten — darf einsprachig bleiben.
Was Verschwendung ist
- Hintergrundvideo im Kopfbereich. Es ist datenintensiv, bremst die Seite im 4G der Berge, und niemand schaut es zu Ende.
- Eine «Über uns»-Seite mit drei Absätzen Philosophie. Zwei Sätze und ein Teamfoto genügen.
- Eine Galerie mit sechzig Fotos. Niemand kommt über das zehnte hinaus.
- Die Speisekarte als PDF. Öffnet sich schlecht auf dem Handy, lässt sich nicht übersetzen und erscheint nicht bei Google.
- Ein komplexes Reservationssystem, wo das Telefon reicht. Bei wenigen Reservationen pro Tag genügen Telefon und WhatsApp; automatisieren Sie, wenn das Volumen es rechtfertigt.
Website und Google-Profil verbinden
Viele Besuche in einem Restaurant beginnen auf der Google-Karte, nicht auf der Website. Deshalb müssen Website und Google-Business-Profil exakt dasselbe sagen: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten. Wenn das Profil jemanden auf die Website schickt und die Website bestätigt, was das Profil versprochen hat, kommt die Reservation zustande. Bei einem Widerspruch gibt die Person auf und geht zum Nachbarn.
Was es kostet und wie lange es dauert
Für die meisten Restaurants löst eine gut gemachte Landingpage — Speisekarte, Öffnungszeiten, Reservation, Fotos, drei Sprachen — das Problem für CHF 2'400 und ist in rund einer Woche fertig. Eine Website mit mehr Seiten (Events, Gruppen, Take-away, Geschichte des Hauses) kostet CHF 4'900 und dauert etwa einen Monat. Die Wartung, zwischen CHF 95 und 290 pro Monat, umfasst Hosting, Updates und die Anpassungen der Speisekarte im Laufe des Jahres — die in einem Restaurant häufiger anfallen, als man denkt.
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