Google-Business-Profil im Wallis: auf der Karte vor der Konkurrenz

2. September 2026 · 3 min

Wenn jemand in Visp «Pizzeria in der Nähe» sucht oder in Zermatt «Physiotherapie» eingibt, zeigt Google zuerst die Karte mit drei Betrieben. Wer unter diesen dreien ist, bekommt den Anruf; wer auf der nächsten Seite steht, selten. Das Google-Business-Profil (früher Google My Business) ist kostenlos und für die meisten lokalen Betriebe im Wallis die wichtigste Seite, die sie haben — wichtiger als die Website.

Was Google bewertet

Drei Dinge: Relevanz (passt Ihr Profil zur Suche?), Distanz (sind Sie nah bei der suchenden Person?) und Bekanntheit (vertraut Google Ihnen: Bewertungen, Fotos, Aktivität, Erwähnungen auf anderen Websites). Die Distanz können Sie nicht steuern. Die anderen beiden schon.

Einstellungen, die den Unterschied machen

  • Die richtige Hauptkategorie. «Pizzeria» statt «Restaurant», wenn Sie Pizza verkaufen; «Physiotherapeut» statt «Klinik». Die Hauptkategorie wiegt mehr als jeder andere Text.
  • Der echte Firmenname. Kein «Visp» oder «beste Pizza» im Namen: Google straft das ab, und das Profil kann gesperrt werden.
  • Exakte Öffnungszeiten, inklusive Feiertage und Nebensaison. Im Wallis kostet eine falsche Januar-Öffnungszeit mehr, als man denkt: Der Gast steht vor verschlossener Tür und hinterlässt einen Stern.
  • Leistungen und Produkte ausgefüllt. Jede Leistung mit einem Satz und einem Preis, wenn der Preis fix ist. Das ist Text, den Google liest.
  • Eigene Fotos, keine Stockbilder. Fassade, Innenraum, Team, Gericht oder fertige Arbeit. Zehn echte Fotos sind mehr wert als fünfzig generische.

Bewertungen: der Teil, um den niemand gern bittet

Die meisten zufriedenen Kunden bewerten nicht von selbst. Fragen Sie. Eine Karte mit QR-Code an der Theke, ein Satz am Ende der Rechnungs-E-Mail, eine WhatsApp-Nachricht zwei Tage nach dem Termin. Und antworten Sie auf alle — auf die guten mit zwei Zeilen, auf die schlechten ruhig und mit Fakten. Die Antwort des Inhabers liest, wer sich noch nicht entschieden hat.

Das Profil lebendig halten

Ein ruhendes Profil verliert Plätze an ein aktives. Veröffentlichen Sie einmal im Monat eine Neuigkeit (neue Speisekarte, Sommeröffnungszeiten, ein abgeschlossenes Projekt), ergänzen Sie ab und zu Fotos und prüfen Sie Fragen und Antworten. Fünfzehn Minuten im Monat reichen.

Die häufigsten Fehler, die ich im Oberwallis sehe

  • Profil vom früheren Inhaber oder einem Lieferanten erstellt, ohne Zugang — seit Jahren aktualisiert es niemand.
  • Adresse auf der Website anders als im Profil (Strasse vs. Str., vertauschte Nummer). Google wird unsicher und misstrauisch.
  • Generische Kategorie, keine Leistungen ausgefüllt.
  • Unbeantwortete Bewertungen, vor allem die negativen.
  • Keine Verbindung zwischen Profil und Website: Adresse und Telefon fehlen auf der Website, und das Profil verweist auf eine Seite, die es nicht gibt.

Profil und Website stärken sich gegenseitig

Das Profil bringt den Anruf; die Website macht die Entscheidung fest. Schickt das Profil die Person auf eine langsame Website ohne Preise und nur in einer Sprache, verlieren Sie auf den letzten Metern. Adresse, Telefon und Öffnungszeiten müssen an beiden Orten exakt gleich sein — und die Website braucht strukturierte Daten (schema.org LocalBusiness), damit Google beides mühelos verknüpft.

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